Aus dem Rathaus

Intentionen des  Wettbewerbs

Die Intensionen des Siegerentwurfs wurden von Herrn Fischer bereits vor der Auftragserteilung an die Siegerbürogemeinschaft sehr detailliert dem Stadtrat vorgestellt. Die Siegerarchitekten legten damals dar, dass es ihnen außerordentlich wichtig war, die historischen Bezüge, nämlich die, dass in Wunsiedel die Situation besteht, dass in eine mittelalterliche Stadt nach dem Stadtbrand 1834 sehr markant der Wiederaufbau im damals angesagten klassizistischen Stil des Städtebaus erfolgte. Im Bereich der Maximilianstraße berühren sich gar diese beiden Baustile und die Sieger legten uns seinerzeit geradezu begeistert dar, dass sie nach eingehender Diskussion sich dafür entschieden haben, mit ihrem Entwurf die über die Jahre eingetretenen Entwicklungen wieder auf die ursprünglichen städtebaulichen Wurzeln des Klassizismus zurückzuführen. Daraus resultiert nach ihren Worten auch die letztendlich klare Sprache und konsequente Gestaltung des Marktplatzes und der Straßen, bzw. den weiteren Plätze, wie Luitpoldplatz und Jean-Paul-Platz.

Die Jury hat sich ebenfalls in ihrer Bewertung sehr eingehend mit dem Siegerentwurf befasst und auch Empfehlungen zur Verbesserung ausgesprochen. Diese Ideen sind hier näher dargelegt.

Herr Stadtbaumeister Brunner bezieht zum Siegerentwurf ebenfalls klar Position; seine Gedanken sind hier dargelegt. 

Seitens der Bürgerschaft haben wir sowohl im Vorfeld des Wettbewerbs bei der Gestaltung der Auslobungsunterlagen, als auch jetzt nach dem Wettbewerb nach Einrichten des Internetforums eine Reihe von Rückmeldung erhalten. Im Vorfeld wurden teils sehr detaillierte Konzeptvorschläge für die Aufwertung der Altstadt eingereicht, als auch darauf hingewiesen wurde, dass in der Altstadt sich zum einen die Wohnungssituation deutlich verbessern muss (mehr sanierte gute Wohnungen) aber zum anderen die Stadt auch Wert auf eine, wie auch immer geartete Zonierung der Altstadt legen sollte, um so Konflikte durch Lärmbelästigung, wie sie sich sporadisch im Bereich der Breiten Straße ergeben, möglichst von vorn herein zu vermeiden.

Zwischenzeitliche Gespräche mit Wunsiedler Architekten und Bauleuten ergaben durchweg, dass Sie dem Siegerentwurf positiv gegenüberstehen und ihn gestalterisch für gut und konsequent halten.

Die persönlichen Gespräche des  Ersten Bürgermeisters ergaben die unterschiedlichsten Rückmeldungen – von Ablehnung bis absoluter Zustimmung.

Die zentrale Basis, dass es in der Altstadt überhaupt zu Veränderungen kommen soll, ergeben sich aus dem integrierten Stadtentwicklungskonzept mit Leibildprozess, welches in einem relativ aufwendigen Verfahren in den Jahren 2006 bis 2007 mit Hilfe des Instituts für Stadtentwicklung bzw. der Herren Dr. Manfred Heider und Dr. Ing. Hans-Peter Dürsch entwickelt wurde.